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KIMCHI – was ist das?!

Kurzum: Kimchi ist Korea – und Korea is(s)t Kimchi.

In Korea ist Kimchi das Lebenselexier. Ob als Beilage zum Reis oder als Zutat in Gerichten. Nichts geht ohne/ am besten alles mit dem berühmten Kimchi – der Essenz der koreanischen Küche mit langer Tradition.

Traditionell. Traditioneller. Kimchi.

2600–3000 Jahre: Kimchi gibt es schon eine ganze Weile. Ursprünglich war es eine Zubereitungsart, die zur Haltbarmachung von Gemüse genutzt wurde. In harten Wintermonaten, war das eingelegte Gemüse die einzige Quelle zu wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Fermentation heißt das Verfahren, bei dem durch Milchsäuregärung Stoffwechselaktivitäten stattfinden, die das Gemüse stabil und haltbar machen. Die Form des Kimchis wie wir es heute kennen, haben wir aber erst der Entdeckung des Chilis zu verdanken. Fusioncooking im 16. Jahrhundert!

…und sozial ist er auch, der Kohl.

Neben dem traditionellen Handwerk der Kimchi-Herstellung ist es auch der soziale Aspekt der Kimchi im Jahr 2013 den Titel immaterielles UNESCO Weltkulturerbe verliehen hat. Kimjang nennt man den Akt der Herstellung bei dem bis heute der weibliche Teil der Familie den Wintervorrat Kimchi herstellt. In einer Gemeinschaft wird für alle gesorgt, früher für die Dorfgemeinschaft, heute für die Familie.

Eine Portion Zeit, bitte!

Wie schön es sich doch anfühlen kann, auf etwas zu warten. In der heutigen, schnelllebigen Zeit führt Kimchi uns die Wichtigkeit des Wartens vor Augen. Denn Kimchi muss reifen. Nur die richtige Portion Zeit lässt den einzigartig kräftigen Geschmack zu einem vollen Genuß werden. Kühl gelagert, reift der Geschmack langsam, aber stetig.

Auf dem Weg zurück zur Ursprünglichkeit unserer Ernährung, sind es diese Attribute die Kimchi zu etwas Besonderem machen: die Natürlichkeit der Herstellung, die gesellschaftliche und soziale Bedeutung und das Erfordernis der Zeit damit Kimchi wird was es ist: Ein Feuerwerk des Geschmacks.

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